Einblicke in die Vergangenheit

Aufschlussreiche Van Dyck-Ausstellung in der Alten Pinakothek München


Anthonis van Dyck, „Selbstbildnis“, um 1615, 

Öl auf Eichenholz, 43 x 32,5 cm (© Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien)


Einmal Anthonis van Dyck, einem der bekanntesten flämischen Barockmaler, über die Schulter schauen – das ist ein Wunsch vieler Kunsthistoriker und Kunstinteressierter. In gewisser Weise macht eine Ausstellung in der Alten Pinakothek dies nun möglich. Die Schau beleuchtet nämlich, im wahrsten Wortsinn, das Schaffen des Ausnahmekünstlers und leistet einen wichtigen Beitrag, nicht nur zur van Dyck-Forschung, sondern zur Einordnung der Kunst des 17. Jahrhunderts im Allgemeinen. Van Dyck wurde in ganz Europa für seine Porträts von Fürsten, Feldherren, Künstlern und Schönheiten seiner Zeit gefeiert. Sie alle wurden von ihm unvergleichlich lebendig und zugleich repräsentativ ins Bild gebannt. Doch der Weg zum Ruhm war kein einfacher: Seine künstlerischen Anfänge standen im Zeichen des berühmten Peter Paul Rubens, dem gleichermaßen bewunderten wie fast übermächtigen Vorbild, das seine frühen Historienbilder prägte. Erst in Italien, unter dem Einfluss der venezianischen Malerei, von Tizian und Tintoretto, fand er seinen eigenen Weg. Die Münchner Ausstellung bringt dem Besucher eine Künstlerpersönlichkeit nahe, die auf der Suche war, im Ringen mit der eigenen Kreativität und den künstlerischen Zielen. Die intensive Auseinandersetzung mit den Vorbildern führte letztlich von der Historien- zur Porträtmalerei, mit der Van Dyck zu einem der bekanntesten und gefragtesten Maler seiner Zeit aufstieg. Der hohen Nachfrage begegnete er mit effizienten Produktionsmethoden und einer arbeitsteilig organisierten Werkstatt, und so tritt er uns nicht nur als Künstler, sondern im gewissen Sinne auch als Unternehmer vor Augen. Die präsentierten Einblicke in eine Künstlerpersönlichkeit beruhen auf den Ergebnissen eines mehrjährigen Forschungsprojekts zum Münchner Van Dyck-Bestand, welches der Ausstellung vorausging. 


Van Dyck

bis 2. 2. 20 

 

Alte Pinakothek

Barer Straße 29 

80799 München 

Di,/Mi 10-21h, Do-So 10-18 h

www.pinakothek.de 

JAHRESSCHAU KONSTANZER KÜNSTLER

Der Kunstverein Konstanz zeigt Arbeiten der Mitglieder


(Foto: Franz Reichrath)


Der Kunstverein Konstanz ist der älteste Kunstverein im Bodenseegebiet und einer der ältesten in Deutschland. Unter dem viel versprechenden Titel „Schnee von morgen“ präsentieren die Mitglieder des Kunstvereins vom 7. Dezember bis 

3. Februar 20 in der jährlich stattfindenden Mitgliederausstellung ihre Werke – nicht nur für die über 550 Mitglieder des Vereins, davon viele selbst kunstschaffend, ein besonderes Ereignis.

Das Sepektrum der Arbeiten ist gewohnt vielfältig und breit, gezeigt werden Malerei, Druck, Skulptur, Foto und Video. Schon bei seiner Gründung im Jahre 1858 war das Interesse vorrangig, in Konstanz 

ein Forum für zeitgenössische Kunst zu schaffen – bis heute ist der Kunstverein Konstanz eine der wenigen Institution, die ausschließlich Ausstellungen zur Gegenwartskunst anbieten.

Ein besonderes Ziel des Vereins besteht auch in der Kooperation und Präsentation anderer kultureller Darbietungen, in Form von Begleitprogrammen zu den Ausstellungen: Vorträge, Filme, Musik, etc.., um somit eine breite Öffentlichkeit anzusprechen. In diesem Rahmen findet am 13. Januar um 19.30 Uhr in den Räumen des Kunstvereins ein Vortrag mit Diskussion statt, zum Thema: „wo bleibt Kunst ?“. Hierzu konnte der Kunstpädagoge Erwin Niederer gewonnen werden.

Auch 2020 sind spannende Veranstaltungen geplant, von Juni bis September wird beispielsweise unter dem Titel „Junge Kunst / Installation“ die Künstlerin Catharina Szonn in Konstanz zu sehen sein.


Schnee von morgen

7.12. bis 16.2.20

 

Kunstverein Konstanz e.V.

Kulturzentrum am Münster

Wessenbergstr. 39 / 41

78462 Konstanz

Di-Fr 10-18 h, Sa/So 10-17 h

www.kunstverein-konstanz.de